| DÜSSELDORF
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Am 14. August des Jahres 1288, nur wenige Monate nach der siegreichen Schlacht über den Kölner Erzbischof bei Worrinen, erhob Graf Adolf von Berg die kleine Siedlung am Einfluss der Düssel in den Rhein zur Stadt. Erstmals erwähnt wurde Düsseldorf schon 1135, viele früher noch
als Düsseldorf selbst wurden die Vororte Kaiserswerth (um 700), Bilk
(799), Gerresheim (870), Himmelgeist (904) und Hubbelrath (950) erwähnt.
Die eher ländlich Nach dem jülich-klevischen Erdfolgestreit fiel Düsseldorf mit Jülich
und Berg 1614 an die Fürsten von Pfalz-Neuburger, die im 17.
Jahrhundert ihre Länder von Düsseldorf aus regierten. Es gelang
Herzogen Wolfgang Wilhelm (1614-1653), die Stadt aus den Wirren des dreißigerjahrigen
Krieges herauszuhalten, so das Über den Verlust der berühmten Gemäldegalerie Johann Wilhelms, die 1805 nach München geschafft wurde, konnte die Ernennung Düsseldorf zur Hauptstadt des Großherzogtums Berg 1806 nur wenig hinwegtrösten. Den Besuch des nominellen Landesherren, Napoleons, im Jahre 1811, hat uns der 1797 in Düsseldorf geborene Heinrich Heine in seinem Buch Le Grand beschrieben. Als Düsseldorf 1815 preußisch wurde, bedeutete das zunächst wieder
einen wirtschaftlichen Einbruch. Wegen der 1819 eröffneten
Kunstakademie, der Bestimmung Düsseldorfs als Sitz der rheinischen
Provinzialstände 1824 und der Gründung eines Musikvereins, eines
Kunstvereins und eines Theatervereines, erhielt die biedermeierlich
beschaulichen Stadt den Titel einer Kunst- und Gartenstadt. Um die Mitte
des 19. Jahrhunderts jedoch war es mit der Beschaulichkeit vorbei. 1849
hatte es blutige In nur wenigen Jahrzehnten Vervielfachte sich die Bevölkerung von etwa 40.000 im Jahre 1850 auf 80.000 im Jahre 1875, 100.000 im Jahre 1882 und 213.000 im Jahre 1900. Die Stadt wuchs über ihre alten Grenzen hinaus, 1909 wurde die Eingemeindungen von Eller, Gerresheim, Heerdt, Himmelgeist, Ludenberg, Stockum und Vennhausen notwendig. 1929 kam es Benrath, Garath, Hassels, Itter, Keiserswerth, Lohausen, Reisholz und Urdenbach hinzu. Welche Bedeutung die Stadt Düsseldorf gerade in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg in wirtschaftlichen Hinsicht besaß, wird deutlich, wenn man die Erfolge der großen Ausstellung von 1880 und 1902 betrachtet. Sie haben sicherlich dazu beigetragen, das sich zahlreiche Industrieunternehmen und Dachverbände von Industriesparten in Düsseldorf niederließen. Mit der Zunahme der Bevölkerung und der Ausweitung der Stadt mußte ein Ausbau der Infrastruktur, der Verwaltung und der kulturellen Einrichtungen einhergehen. Den beispiellosen Aufschwung Düsseldorfs zur Industriemetropole hat der Erste Weltkrieg abgebrochen. 1918 wurde die linksrheinischen Stadtteile durch belbische Truppen besetzt, in Düsseldorf selbst kam es 1919 zu Spartakistenunruhen. Von 1921 bis 1925 war Düsseldorf französisch besetzt. Trotz äußerer Schwierigkeiten wurde 1922 die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie eröffnet, 1924 das Wilhelm-Marx-Haus, 1925 das Rheinstadion und ein städtischer Flughafen errichtet. Auch in Düsseldorf wurde nach 1933 das öffentliche Leben in nationalsozialistischem Sinne gleichgeschaltet. Auch hier wurde Andersdenkende verfolgt, wurde der Lebensraum der Juden immer stärker eingeschränkt bis zur Niederbrennung der Synagoge im Novemberprogramm 1938 und zur Deportation. Die ersten Bomben in Düsseldorf fielen schon 1940. Aber erst 1942-1945 wurde die Stadt durch 243 Luftangriffe und einem siebenwöchigen Artilleriebeschuss über die Hälfte zerstört. 6000 Tote gab es unter der Zivilbevölkerung. Am 17. April 1945 rückten amerikanische Panzer nach Düsseldorf ein. Unter englischer Besatzung wurde 1946 eine neue Stadtverwaltung eingerichtet und Düsseldorf zur Hauptstadt des neugebildeten Landes Nordrhein-Westfalen ernannt. Die Jahre des Aufbaus, bis etwa an das Ende der 50er Jahre, ließen
eine völlig neue Stadt Düsseldorf entstehen, so das man besser von
einem Neubau statt von Wiederaufbau spricht. Neue Akzente setzten schon
das Mannesmann-Hochhaus am Rhein von 1958, das Thyssen-Hochhaus von
1960. Ebenfalls 1960 wurde die völlig neugeschaffene Berliner Allee dem
Verkehr übergeben. Die große Zunahme der Bevölkerung nach dem Krieg,
Düsseldorf hatte am Jahresende 1945 345000 Einwohner, 1950 500000 und
1962 705000 Einwohner, führte 1961 zur Planung der Trabantenstadt
Garath. 1965 erhielt Düsseldorf durch die Umwandlung der Medizinischen
Akademie eine Universität. 1968 wurde der Bau eines Messegeländes und
einer Untergrundbahn beschlossen. 1975 wurde Wittlaer, Kalkum,
Angermund, Hubbelrath, Hasselbeck-Schwarzbach und Unterbach
eingemeindet. Im Jahre darauf wurde das neue Technische Rathaus Am
Hennekamp in Betrieb genommen. Die Umnutzung des 1896 errichteten
Hafengeländes begann 1979 mit der Grundsteinlegung für den
Fernmeldeturm im Berger Hafen, wo auch das neue, 1988 bezogene Landtagsgebäude
errichtet wurde. ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE www.Gerresheimer.Info |