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Im
Frühjahr habe ich an dieser Stelle noch gehofft, dass es bei der
Planung der L 404 zu einer Partei übergreifenden Zustimmung zur
vorgelegten Machbarkeitsstudie kommen würde. Diese Hoffnung hat
getrogen.
In einer Demokratie muss man akzeptieren, dass nicht alle Bürger
einer Planung oder Maßnahme zustimmen. Nicht akzeptabel ist aber,
wenn mit bewussten Falschinformationen bei solchen Protesten
gearbeitet wird.
Im Falle der L 404 sind von der Verwaltung Pläne herausgegeben
worden, die wegen der fehlenden Detailplanung noch nicht endgültig
sind, aber den Verlauf der Umgehungsstraße und ihre Maße deutlich
wiedergeben. Die SPD und die
von ihr initiierte Bürgerinitiative behaupten aber in Kenntnis
dieses Planes, dass es sich hierbei um eine Stadtautobahn handele,
obwohl weder Mittelstreifen, Standstreifen noch kreuzungsfreie Führung
vorgesehen sind.
Die Absicht, die hinter dieser offensichtlichen Desinformation
steckt, lässt sich wegen der anstehenden Kommunalwahl leicht
ausmachen. Der interessierte Bürger ist jedoch zunächst
verunsichert. Er fürchtet, in Gerresheim von einer Blechlawine
verschüttet zu werden.
Die Absicht beim Bau dieser Umgehungsstraße, die ja kaum
Wohngebiete tangiert, ist aber eine ganz andere. Sie wird – und
das ist genau berechnet worden – die Wohngebiete in Gerresheim und
Vennhausen in erheblichem Maße entlasten.
Damit der Verkehr auch gut fließen kann, ist ein vierspuriger
Ausbau vorgesehen, wie auch bei anderen innerstädtischen
Verbindungsstraßen wie etwa der Vennhauser Allee. Ein Tunnel für
Fußgänger und Radfahrer zwischen Heye- und Glashüttenstraße
bindet der Gerresheimer „Zipfel“ besser an.
Die neue breite Eisenbahnbrücke gibt schon heute einen Eindruck von
der künftigen Entlastungsstraße. Ich wünsche bei der weiteren
Diskussion mehr Sachlichkeit und die Einsicht, dass hier für
Gerresheim und Vennhausen etwas Gutes auf den Weg gebracht wird.
Der original Bericht ist von
der Gerresheimer Gazette 09/2004 AZ-MAGAZIN
AZ Druck + Verlag GmbH
Schirmerstraße 18 - 40211 Düsseldorf
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